Saturday, October 18, 2008

Worthington

Ich bin jetzt seit Donnerstag in Worthington. Da Donnerstag und Freitag minnesotaweit schulfrei ist, hab ich die Svenja, die momentane Austauschschuelerin aus Crailsheim, kontaktiert, ob ich sie nicht vielleicht besuchen koennte fuer drei Tage. Das hat dann auch alles super hingehauen, am Do hat mich Anette hingefahren (bzw. ich bin die meiste Zeit gefahren, das erste mal laengere Strecken hier in USA, aber Autofahren hier is ja keine so besonders grosse Herausforderung) und ich bleibe bis Sonntagfrueh hier. Ist total super hier, versteh mich echt gut mit Svenja und ihre Gastfamilie ist auch supernett. Brittany, Svenjas "Schwester", die letztes Jahr in Crailsheim war ist uebers Wochenende mit ihrer Schwester am College, was ein passender Zufall ist, weil ich jetzt in ihrem Zimmer schlafen kann. Ausserdem hat sie hat noch zwei Gastbrueder, 15 und 22, die beide total musikverrueckt sind und die ganze Zeit singen oder Gitarrespielen, sehr witzig! Am Donnerstagabend waren wir auf einem Volleyballspiel von der Highschool und Svenja hat mir ihre Schule gezeigt. Nachmittags hatten wir schon ne kleine Rundfahrt durch Worthington gemacht, echt ein suesses Staedtchen, ich finde es fast schoener als La Crescent. Die Stadt ist so um den See in der Mitte gebaut, den ich mir eigentlich kleiner vorgestellt hatte. Svenja und ich haben beschlossen um den See zu joggen, das machen wir wahrscheinlich spaeter, gestern war das Wetter zu eklig. Ansonsten war ich gestern und vorgestern mit ihr im Theorieunterricht fuer den Fuehrerschein, weiss jetzt super Bescheid ueber alle moeglichen Strassenschilder in den USA, "Vorsicht, Schneemobil kreuzt" und die ununterbrochene Ermahnung vom Lehrer "preactive" (was auch immer das genau heissen mag) zu sein. Und sich anzuschnallen. Ausserdem hat er erzaehlt, dass es jetzt seit neuestem in Minneapolis Bahnen gibt, die Personen transportieren, sogenannte "lightrails", was alle Schueler in totales Staunen versetzt hat. Wow oeffentliche Verkehrsmittel! Das ist Amerika.
Am Mittwoch hatten wir einen "half-day", also nur bis 12 Schule. Und danach!! war ich reiten =) Mit der Katie Bennett, die ich noch von meinem Schueleraustausch kenne und die am Ende der Pfeffer Valley Road wohnt. Es war total super, hier zu reiten ist echt genau so, wie man sich Westernreiten in Amerika vorstellt. Kleine Pferde, Westernsattel, unendlich viel Platz, enge steile Pfade, mit Aesten denen man die ganze Zeit ausweichen muss, Pferde, die ordentlich Pfeffer unterm Hintern haben.. Wir waren nicht so lange weg, weil Katie spaeter arbeiten musste, aber das war schon super. Kaum dass wir auf dem Waldweg waren, wollte mein Pferd sehr offensichtlich gallopieren und wir haben sie gelassen. War zwischenzeitlich etwas abenteuerlich, wenn ich nen Steigbuegel verlorgen habe und keinen richtigen Halt mehr hatte, aber es hat soo Spass gemacht =) der Pfad hat zu den apple orchards oben auf dem Berg gefuehrt, wo wir uns und die Pferde mit Aepfeln versorgt haben. Naechste Woche gehen wir auf jedenfall nochmal und bisschen laenger hat die Katie gemeint. So, ich versuche grade Svenja bisschen bei ihren Mathehausaufgaben zu helfen, sie hat hier 12. Klasse-Mathe und das ist echt nicht so einfach auf englisch.. Auch wenn ich das alles eigentlich wissen sollte, aber Abi ist halt auch schon ein halbes Jahr her...
Ganz viele Gruesse und bis bald!!

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